Der Raumpatrouille zum Wiegenfest.

Heute vor 50 Jahren startete Raumpatrouille – die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion – zum ersten Mal in der ARD (Das Erste) im deutschen Fernsehen.

Das war 1966 und ich war weiland 6 Jahre alt. Ein Virus hatte mich gepackt, ein Science-Fiction-Virus nämlich und ganz besonders ein Raumpatrouille-Virus – seitdem habe ich keine Wiederholung mehr im Fernsehen verpaßt, habe die Romane gelesen, die spärliche Merchandise mir angeschafft und es wurde durchaus etwas manisch bedenklich, was ich so im Laufe der Jahre angehäuft habe. Doch das Beste sollte noch kommen:

1993 begleitete ich meinen Freund Josef Hilger bei den ersten Recherchen zu seinem Buch über die Fernsehserie Raumpatrouille nach Bayern.

Wir waren in München und besuchten dort diverse Leute, die maßgeblichen Einfluß auf Raumpatrouille hatten: den Regisseur Dr. Michael Braun, den Kameramann Kurt Hasse, den Filmarchitekten Rolf Zehetbauer, den Produktionsleiter Michael Bittins, die Schauspielerinnen Eva Pflug und Ursula Lillig (letztgenannte auf der Rückfahrt nach Köln in Frankfurt), sowie den Pressefotografen Gerd Hanig, dessen Original-Negative nun Bestandteil des Orion-Museums von Josef sind.

Bei der Bavaria-Filmgesellschaft gingen wir ein und aus, aßen dort in der Kantine, sprachen mit alten Handwerkern, die zum Teil noch aus UFA-Zeiten stammten, sahen uns Kulissen und Hallen an (soweit Kulissen in Hallen und Kulissen draußen) und hatten einfach eine großartige Zeit.

Damals gab es natürlich noch keine iPhones und wir waren zu blöd oder zu bequem, einen Kassettenrecorder mitzuschleppen. Daher hatte ich es mir angewöhnt, in der kleinen Pension, in der wir abgestiegen waren, jeweils am Abend ein Gesprächsprotokoll aus dem Gedächtnis niederzuschreiben.

Zum fünfzigsten Geburtstag hier nun zum ersten Mal und relativ exklusiv meine Erinnerungen an die Gespräche mit Michael Braun und Kurt Hasse.

Ich wünsche der Raumpatrouille ein lautstarkes “Many Happy Returns!”

Und Josefs Buch? Nun, dies erschien einige Jahre später im Schwarzkopf & Schwarzkopf-Verlag und gilt mittlerweile als das Standardwerk zur Serie überhaupt. Sehr wohl verdient.

Weißwein.

Maigret – 46 – Maigret und der Minister (Simenon, Georges)

Der Kommissar frühstückte nun ebenfalls, immer noch mit einem schalen Nachgeschmack von Alkohol im Mund. Als er aus dem Haus trat, beschloss er, zu Fuß zu gehen, und betrat unterwegs kurz ein Bistro an der Place de la République, um sich den Magen mit einem Glas Weißwein auszuspülen.