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Westfalen-Hochhaus mit Hansastraße

Westfalen-Hochhaus mit Hansastraße. 'Von der großen Stadt zur Großstadt', Dortmund, 1956.

14 Comments

  1. goncourt says:

    Ich frage mich gerade, ob es in meiner Kindheit noch ein paar von diesen, ähm, Aufsichtstürmen gegeben hat? Ich glaube, vage kann ich mich an sowas noch erinnern (70er Jahre). Wozu auch immer die gut waren.

  2. Das waren Stellwerke für die Straßenbahnweichen. Ich meine, die hätte es noch bin in die 70er hinein gegeben.

    1. goncourt says:

      Stellwerke für Straßenbahnweichen! In der Zeit gab es bestimmt auch noch Bahnschaffner mit Bauchladen und Trillerpfeife? Und Schutzmänner?

        1. Gris-Gris says:

          Die Tragstruktur ist im Inneren. Dort werden die Lasten in den Grund geleitet.

          Für ein endgültiges Urteil müssten hier Grundrisse veröffentlicht werden. Ich bin mir fast sicher: Der Liftschacht trägt die statischen Hauptkräfte ab ins Erdreich – und das ermöglicht nach aussen GestaltungsFREIHEIT.

          Von aussen wiederum wirkt das dann sehr filigran und lichtdurchflutet im Inneren. Man beachte diese Fensterbänder!

          Und entstanden ist das alles in einer für Deutschland sehr schwierigen Zeit – das sollte man bei allen Vorbehalten trotzdem nicht vergessen.

          1. Es ist doch immer wieder gut, daß hier noch ordentliche Architekten mitlesen. Mich persönlich erinnert das alte Westfalen-Hochhaus ja immer an die Plastikmodelle von Faller für die Modelleisenbahn.

  3. M. Kranz says:

    Ist wohl in der Tat eine Verkehrskanzel, wie es sie als Luxusversion
    und denkmalgeschützt noch heute in Berlin am Joachimsthaler Platz gibt

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrskanzel

    Die Ausführung in der provisorischen Bundeshauptstadt
    Bonn (wir erinnern uns?), wo es am Bundeskanzlerplatz
    anfangs anscheinend nicht mal eine Ampelanlage gab,
    war entsprechend provisorischer:

    http://i.auto-bild.de/ir_img/61779440_783c4d11a4.jpg

    Und die Erinnerung an das Faller-Modell trügt nicht:

    http://s04.trixum.de/upload2/S/5/S5gC1U2XkBTt129087717557P2864.jpg

    Wobei ich noch faszinierender dieses Modell

    http://s04.trixum.de/upload2/S/5/S5gC1U2XkBTt129087717557P2864.jpg

    finde – in puncto Geldbeutel- und Entsorgungsgerechtigkeit seiner Zeit
    erstaunlich weit voraus!

  4. M. Kranz says:

    Entschuldigung, aber der letzte Link in meinem Kommentar sollte
    selbstverständlich dieser sein:

    http://tischbahn.de/index.php/2010/01/19/hoch-hinaus-das-marklin-hochhaus-von-schreiber/

  5. Ha, die Verkehrspolizisten! Kürzlich wurde doch wieder dieser Heinz Erhardt-Film gezeigt, in dem er einen solchen mimt.

    Ich wußte doch, daß mit diesen verglasten Türmchen irgendetwas “geschaltet” wurde – und Ampeln manuell zu schalten, ist ja noch weitaus spannender als Straßenbahnweichen.

    1. Gris-Gris says:

      Lieber Zeigermann, was der Kranz hier liefert ist schon (wieder) mal die Grundlage für Erstsemestrige in Architektur.

      Wie stets: Herzlichen Dank! Sie, lieber Kranz, machen dieses Blog äusserst lesenswert – selbstverständlich aber erst zusammen mit dem hier wirkenden Moderator.

  6. M. Kranz says:

    Ja, ja, die Verkehrspolizisten … Und da früher ja, wie allgemein bekannt,
    alles besser war, so natürlich auch die Laune der Orndungs- na!: Ordnungshüter. Kein Wunder: statt Vollpfosten

    http://mundmische.de/entries/36-Vollpfosten

    allseits geachteter Verkehrsposten

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_Bild_102-00327A,_Berlin,_Verkehrsposten_der_Schutzpolizei.jpg&filetimestamp=20081212211435

    ganz früher sogar mit persönlichem Schafott

    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_102-00326A,_Verkehrspolizist.jpg

    Und in den Fünfzigerjahren war die Stimmung ja sowieso rundherum prima

    http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/abteilungen/abtb/b1a/galerie60jahre/x-mas_1949_bilder_schnapp/b_145_00011184_bildpolizei_escorte_501x0_0_8.jpeg

    Kein Wunder: Wenn man vom Amts wegen Porsche fahren durfte

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_B_145_Bild-F006699-0005,_Autobahnpolizei_NRW,_Besuch_aus_Frankreich.jpg&filetimestamp=20081210221554

    Der Wagen war übrigens kein Einzelstück:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_B_145_Bild-F006698-0004,_Autobahnpolizei_NRW,_Besuch_aus_Frankreich.jpg

    Wohingegen bei den heutigen Eskorten der Grundsatz “Masse statt Klasse” zu
    gelten scheint

    http://www.polizei-nrw.de/bonn/Visitenkarte/Gesichter%20der%20Polizei/eskorte/

    Schön und gut, freier Westen, klar, höre ich nun so manchen sagen, aber wie
    ist das nun eigentlich anderswo? – Ganz einfach: Es gilt auch hier die alte
    Regel, dass unterm Bolschewismus alles per Knopfdruck geregelt wurde

    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-S85353,_Berlin,_Polizistin_regelt_den_Verkehr.jpg

    und falls es noch eines Beweises bedurft hätte, dass nicht nur Deutschsein

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/D#Deutsch_sein_hei.C3.9Ft_eine_Sache_um_ihrer_selbst_willen_tun

    sondern auch Nordkoreanischsein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen tun,
    hier ist er:

    http://www.lindsayfincher.com/2009/10/north-korea-the-traffic-girls-of-pyongyang.html

    1. Man sollte Ampeln grundsätzlich abschaffen und durch Verkehrspolizisten ersetzen. Vielen Dank für die tollen Links, da sind ja wieder diverse Perlen dabei!

  7. Armin says:

    Für die Dortmund(er)-Freunde habe ich gerade etwas schickes bei Ligne Claire gefunden:
    http://dirkhesse.com/ligneclaire/dortmund-has-got-

    Um einiges Jünger, aber stilecht für die Zeit ;)

    1. Ja, das hatte ich gestern gesehen. Sehr schön!